Neu im VHS-Programm: Kreativ arbeiten mit selbst gehosteten Tools

PLANKA, BookStack und Excalidraw mit Containertechnik selbst betreiben

Cloud-Dienste für Projektplanung, Dokumentation und Zusammenarbeit gibt es viele. Doch müssen die eigenen Daten dafür immer bei einem externen Anbieter liegen? Und braucht es für gute Werkzeuge zwangsläufig ein kostenpflichtiges Abonnement?

Neu im VHS-Programm ist ein dreistündiger Praxiskurs, der genau hier ansetzt: Wir nutzen vorhandene Grundlagen der Containertechnik und schauen uns drei interessante Anwendungen an, die auf der eigenen Infrastruktur betrieben werden können.

Drei Werkzeuge – drei Einsatzbereiche

Im Mittelpunkt stehen PLANKA, BookStack und Excalidraw.

  • PLANKA ist ein Kanban-basiertes Werkzeug für Projekt- und Aufgabenorganisation. Ähnlich wie bei Trello lassen sich Aufgaben auf Boards, Listen und Karten organisieren. Das eignet sich für die persönliche Aufgabenplanung ebenso wie für Projekte, Arbeitsgruppen, Vereine oder Unternehmen. PLANKA ist für den Betrieb auf eigener Infrastruktur ausgelegt.
  • BookStack ist eine freie Open-Source-Plattform für Dokumentation und Wissensmanagement. Informationen werden übersichtlich in Bücher, Kapitel und Seiten gegliedert und können gemeinsam gepflegt und durchsucht werden. Damit eignet sich BookStack beispielsweise für technische Dokumentationen, Vereinswissen, Anleitungen oder eine gemeinsame Wissensbasis.
  • Excalidraw ergänzt die beiden Anwendungen um die kreative Seite. Das Open-Source-Whiteboard ermöglicht Skizzen, Diagramme, Abläufe, Wireframes und Brainstorming auf einer praktisch unbegrenzten Zeichenfläche und unterstützt auch kollaboratives Arbeiten.

Hier geht es direkt zur Anmeldung: Containertechnik: Kreativ Tool Anmeldung


Selbst hosten bedeutet auch: selbst über die Daten bestimmen

Ein wesentlicher Aspekt des Kurses ist die Datenhoheit.

Wer Anwendungen auf der eigenen Infrastruktur betreibt, kann selbst bestimmen, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden und wer darauf zugreifen darf. Gerade wenn mehrere Menschen mit identischen Informationen arbeiten sollen, kann das ein wichtiger Vorteil gegenüber extern betriebenen Cloud-Diensten sein. BookStack nennt die Kontrolle über die eigenen Daten beispielsweise ausdrücklich als Vorteil des Self-Hostings.

Das bedeutet allerdings auch Verantwortung: Updates, Datensicherung, Benutzerrechte und die Absicherung des Systems liegen beim Betreiber. Self-Hosting ist also nicht automatisch sicherer – es schafft vor allem Kontrolle und Gestaltungsmöglichkeiten.

Von der Containertechnik zur praktischen Anwendung

Der neue Kurs setzt dort an, wo die Grundlagen der Containertechnik bereits bekannt sind. Statt erneut ausführlich zu erklären, was Container, Images oder persistente Daten sind, geht es um die praktische Anwendung:

Wie bekomme ich eine solche Anwendung zum Laufen? Wie wird sie grundsätzlich konfiguriert? Und vor allem: Was kann ich anschließend damit machen?

Die drei Anwendungen werden exemplarisch installiert und ihre wichtigsten Funktionen ausprobiert. Dabei geht es bewusst nicht darum, PLANKA, BookStack oder Excalidraw bis ins letzte Detail kennenzulernen. Der Kurs soll vielmehr zeigen, wie sich Containertechnik nutzen lässt, um aus einem Server eine Plattform für ganz konkrete Werkzeuge zu machen.

Nicht nur etwas für IT-Profis

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der persönlichen Selbstorganisation über Interessengemeinschaften und Vereine bis hin zu Arbeitsgruppen und Unternehmen.

Überall dort, wo mehrere Menschen Aufgaben koordinieren, Wissen gemeinsam pflegen, Ideen visualisieren oder auf einen gemeinsamen Datenbestand zugreifen möchten, können solche selbst betriebenen Anwendungen interessant sein.

Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse der Containertechnik und der dahinterstehenden Konzepte. Der Kurs selbst dauert drei Stunden und konzentriert sich auf Installation, grundlegende Einrichtung und einen praxisnahen Einblick in die drei Anwendungen.

Wer also bereits erste Erfahrungen mit Containern gesammelt hat und sich jetzt fragt: „Und was kann ich damit eigentlich Sinnvolles betreiben?“, findet in diesem neuen VHS-Kurs drei ganz unterschiedliche Antworten darauf.

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